Story Teil 9 [Joni, 13 Jahre]

"Moment mal..." Carl Gustaf beugte sich vor und kniff seine Augen noch mehr zusammen. "Du bist doch nicht etwa ein Schwein?!"

"Das habe ich doch gerade gesagt!" rief die Kanzlerin. "Ich wurde von Stinkbombenterroristen überrascht, bin hierher teleportiert worden und dabei in ein kleines rosa Schweinchen verwandelt worden." Sie seufzte.

Hans-Hubert und Gretel krümmten sich vor Lachen. Die Bundeskanzlerin - ein kleines rosa Schweinchen?

"Wo waren Sie denn, als diese Terroristen Sie angegriffen haben?", fragte Hans-Hubert neugierig. "Darüber möchte ich lieber nicht sprechen", sagte das kleine rosa Schweinchen, offensichtlich verlegen, und wedelte mit dem kurzen Ringelschwänzchen.

Hans-Hubert war enttäuscht. "Na ja, wenn Sie schon hier sind, können Sie ja gleich mitfahren", meinte Gretel. "Wir fahren nach Sverige."

"Heißt das nicht Schweden? Nein, nein, das geht auf keinen Fall, ich hab gleich morgen meine nächste Rede!", kreischte Angela.

"Wie willst du denn in deiner jetzigen Gestalt Reden halten?", fragte der König spöttisch.

"Keiner wird dich ernst nehmen. Du hast gar keine andere Wahl, als mit uns mitzukommen."

Also hatten die drei Abenteurer noch eine Mitreisende. Die Fahrt dauerte lange. Zwei Stunden später waren sie immer noch nicht angekommen, und Gretel schaute gerade aus dem Fenster und überlegte, wie sie ihr neues Heim in Sverige einrichten würde.

Hans-Hubert dachte, er könne ja, wenn sie in Sverige ankamen, ein Berater oder Ähnliches vom König werden.

Carl zupfte seine Hello-Kitty-Joggingshose zurecht und Angela hielt ein kleines schweinisches Mittagsschläfchen.

Das ganze Gekreische hatte sie anscheinend müde gemacht. Schließlich rollte der Zug unendlich langsam in einen Bahnhof ein.

Inzwischen hatten Aurore und Gerhard den Schock der verschwundenen Merkel überwunden. Hotzenplotz war erst einmal ausgeknockt, er lag am Boden, hielt sich das Bein und jammerte ununterbrochen, wie unfair das doch sei und dass er ein neues Leben anfangen wolle.

Die Familie überlegte, wie sie jetzt nach Hause kommen sollten und ob sie vielleicht unterwegs noch einen Döner für jeden kaufen sollten. Sie entschieden sich dafür.

Also liefen sie los, Richtung Zuhause. An ihrer Lieblingsdönerbude machten sie Halt und bestellten vier Mal Döner mit Knoblauchsoße und Salat komplett.

Gerade als sie losgelaufen waren, richtete sich Hotzenplotz vor seinem Schwingerclub auf und holte sein Handy heraus. Er rief seine Freunde im Club an. Nur Angela war natürlich nicht zu erreichen.

Hans-Hubert sagte: "Also erst einmal müssen wir den großen Wald finden, und dann -", doch Gretel unterbrach ihn: "Weißt du denn nicht mehr, Hans-Hubert? Sverige ist doch kein Wald. Es ist Schweden!" "Trotzdem müssen wir einen Wald finden!", verteidigte Hans-Hubert sich trotzig.

"Ich kann nirgendwo anders als in einem Wald wohnen!" Die Beiden schauten sich um.

Karl Gustaf und Angela waren nirgends zu sehen! Ebenso wie kein Wald. "Mist!", schimpfte Gretel. "Ich wette, die Beiden haben sich aus dem Staub gemacht!" "Also doch kein Platz an der Seite von König Carl..." seufzte Hans-Hubert.

"Weißt du was?", meinte Gretel. "Ich hätte jetzt viel mehr Lust, in unserem alten, steinigen, knorrigen Wald zu wohnen als irgendwo hier in Sverige." "Ja...ich auch", stimmte Hans-Hubert zu. "Aber wie in Himmels willen sollen wir jetzt nach Hause zurückkehren?!"

Genau als er das sagte, biss Gerhard bzw. Voldemort in seinen Döner. Die Soße lief an seinen Lippen herunter und er stöhnte "Oh Gott, das ist so gut!"

Gleichzeitig kam aus seinem rechten Zeigefinger ein lautes Knistern und wieder einmal kam viel Rauch auf. Alle husteten, und plötzlich sagten zwei fremde Stimmen...

Wir sagen Danke

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Carmen Winter.
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