Story Teil 5 [Anna-Sofie, 14 Jahre]

In der Zwischenzeit war die Familie endlich in den Club "Luigi" eingedrungen. Robert fragte seine Mutter, wann sie nun endlich wieder gehen würden, er hatte nämlich nur noch den Geruch von Vaters übel riechenden Socken in der Nase. Die Mutter antwortete darauf: "Ja, wir verschwinden sofort wieder, es ist ja schlimmer hier, als ich es mir gedacht hatte! Das hält ja keiner aus, das ist ja abscheulich hier!" Sie dachte: "Ich hätte mich niemals von Gerhard davon überreden lassen dürfen, mit in so einen Club zu gehen. Auch noch, wo die Kinder hier sind. Und das mit den Socken ist wirklich keine Art."

Im Wald flüsterte Hans-Hubert unterdessen Gretel zu: "Wenn er wirklich der König von Sverige ist, warum kennt er dann nicht mal den Weg in sein Heimatland?" Gretel antwortete darauf wütend: "Vielleicht hatte er einmal einen Unfall und hat dabei sein Gedächnis verloren!" Während ihr Bruder sich noch wunderte, versuchten der König und Gretel eine Möglichkeit zu finden, wie man doch noch nach Sverige kommen könnte.

Zur gleichen Zeit rief im Club die Mutter endlich nach ihrem Mann: "Gerhard komm', wir gehen, ich möchte hier nichts essen, denn ich finde es hier unappetitlich!" "Aber Aurore, warum willst du denn jetzt schon gehen?", fragte ihr Ehemann entsetzt.

"Ich möchte dort sein, wo keine splitterfasernackten Menschen herumlaufen, nicht nur wegen mir, sondern auch wegen der Kinder!", antwortete Aurore und fuhr fort: "Du hast ihnen ja deine Socken um die Augen gebunden, wo jeder doch weiß, wie deine Füße riechen! Anstatt, dass du ihnen ein Halstuch oder zumindest ein Taschentuch umgebunden hättest."

Gerhard erwiderte: "Wo soll ich denn bitte eines hernehmen, wenn ich keine Taschentücherpackung dabei habe?"

"Na dann zaubere dir doch eins, du bist doch so ein begnadeter Zauberer, hihi", rief Aurore.

"Haha, sehr lustig", schmollte Gerhard.

"Ich hole jetzt die Kinder, du bist ja nur mit dem öden Whirlpool beschäftigt oder vergnügst dich in der Sauna", schimpfte Aurore wütend.

Der König von Sverige aber war mit Hans-Hubert und Gretel nach Süden gewandert, schließlich hatten sie ja nicht einmal einen Kompass zur Hand und wussten gar nicht, dass sie falsch liefen. Doch Glück im Unglück: sie sahen einen Bahnhof. Natürlich liefen sie sofort auf den Bahnsteig und dort rief der Zugabfertiger durch den Lautsprecher: "Der Zug Richtung Schweden hat ca. 50 Minuten Verspätung. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen."

Aurore hatte zwischenzeitlich ihren Mann endlich dazu gebracht, den Club zu verlassen. Gerhard hatte eingesehen, dass sie sich vielleicht lieber eine richtige Pizzeria suchen sollten oder irgendein anderes Restaurant, anstatt hier zu bleiben, denn dieser Ort war wirklich nicht für Kinder geeignet. Doch Herr Hotzenplotz ließ die Familie nicht gehen.

Wir sagen Danke

Wir möchten an dieser Stelle nicht versäumen, den zahlreichen Sponsoren dieses Projektes für ihre finanzielle Unterstützung zu danken:

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Carmen Winter.
Dozentin für kreatives Schreiben
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Antje Püpke.
Designerin und Illustratorin
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