Spiegelgeschichte Florian

Als ich heute von zu Hause wegging, warf ich noch rasch einen Blick in den Spiegel. Ich erschrak, denn ....

hinter mir stand plötzlich meine Mutter. Ich glaubte nicht, dass sie schon aufgestanden war, deshalb drehte ich mich um: Da war niemand. Merkwürdig. Ich überlegte woran es liegen könnte und kam schließlich zu dem Schluss, dass ich noch viel zu müde war.

Deswegen ging ich in die Küche und machte mir schön starken Kaffee. Als dieser endlich fertig war, musste ich jedoch feststellen, dass wir nicht mehr alle Tassen im Schrank hatten. Genaugenommen, keine einzige mehr. Alle unsere Tassen waren entweder schmutzig und standen auf dem Schreibtisch von meinem Vater oder lagen zertrümmert auf dem Boden im Zimmer meines Bruders. Na toll.

Doch ich hatte keine Zeit mehr, denn die Schule wartet ja nicht ewig. Trotz aller Eile kam ich, mal wieder, zu spät. Ich glaube nicht das ich es jemals schaffen würde auch nur 3 Tage am Stück pünktlich zu erscheinen.

Zu meinem Pech hatten wir gerade Mathematik - mein absolutes Lieblingsfach! Wie ich es hasse. Ich durfte also an die Tafel und eine Aufgabe vorrechnen. Da ich mal wieder keine Ahnung von Binomialkoeffizienten hatte, durfte ich mich dann ziemlich schnell wieder setzen und besaß eine weitere schlechte Note.

"Das kannst du irgendwann mal gebrauchen..." belehrte mich meine Lehrerin Frau Wichtig, Wichtig-tuerin wie wir sie immer nannten. Ich bezweifelte dies. Ich wusste schließlich genau was ich später nicht machen wollte und das was alles was auch nur im entferntesten etwas mit Mathematik zu tun hatte.

Mein Traumjob ist es Glückskeksspruchschreiberin zu werden. Ich finde diese typischen 0815-Sprüche wie "Was sich liebt, dass neckt sich" Oder "Stille Wasser sind tief" zum Kotzen. Ich möchte neue, originelle Sprüche kreieren.

Doch ob das was wird, das bezweifle ich stark.