Archiv Ausstellungen 2007

Ausstellung in der Bibliothek Mark Twain

Planet Afrika - Carte Blanche

Viele afrikanische Menschen

Die Wanderausstellung des Projektes Planet Afrika der Bundeszentrale für politische Bildung ist im März in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain zu sehen.

Afrika ist ein Kontinent voller Vielfalt und herausforderungen, stets im Wandel begriffen. Doch das Wissen um die komplexe politische, gesellschaftliche und kulturelle Realität auf dem zweitgrößten Erdteil ist hierzulande erschreckend gering. In den Medien und der Vorstellung der meisten Menschen dominieren Katastrophenmeldungen und Horrorszenarien. Um diesem Missstand nachhaltig entgegenzuwirken, hat die Bundeszentrale für politische Bildung den mehrjährigen Schwerpunkt Fokus Afrika: Africome 2004-2006 initiiert.

Realismus ist ein wichtiger Teil der afrikanischen Moderne, und die Grenze zwischen Sozialreportage und Kunst durchlässig. Die Auswahl der Fotografinnen und Fotografen repräsentiert eine neue, frische, zeitgenössische Fotografie von Afrikanerinnen und Afrikanern, die mit dem Medium Fotografie aktuelle Lebenswelten reflektieren, das Hier und Jetzt beschreiben oder kommentieren.

Kuratorisch betreut durch den Fotografen Thomas Michalak werden insgesamt 53 Exponate vorgestellt, darunter die Werke bereits bekannter Künstlerinnen und Künstler wie Zwethlethu Mthethwa aus Südafrika, Mohamed Camara aus Mali und Calvin Dondo aus Zimbabwe.

Die Premiere fand am 23, Juni 2006 in Magdeburg statt, Ausstellung und Filmreihe wurden bisher in sechs Städten gezeigt. und werden bis voraussichtlich Sommer 2007 in weiteren Städten zu sehen sein.

Sie sehen bei uns Fotografien von:

Abraham Oghobase

Mysterious Mind - Long ViewMysterious Mind - Mysterious mind 4

Abraham Oghobase, 1979 in Lagos, Nigeria, geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. 2003 hat er sein Interesse an der Fotografie in einem Workshop entdeckt. Er setzte seine Ausbildung bei dem Fotografen und Bildhauer Uchechukwu James Iroha 2004 fort. Momentan studiert Abraham Oghobase Fotografie am Yaba College of Technologie in Lagos.

Mohamed Camara

Das Glück ist gekommen mich zu begrüßen.Manchmal habe ich morgens nicht den Mut, die Reise in den Tag zu beginnen

Jüngster und mit 21 Jahren bereits internationaler Shoting-Star ist Mohamed Camara aus Bamako, Mali. 2000 gab es in seinem Leben nur zwei große Leidenschaften: Den Fußball, und die Fotografie, deren Möglichkeiten er mehr zufällig entdeckt hatte. Er fotografierte sich selbst, jugendliche Freunde und Verwandte zu Hause. 2002, Camara war 17, wurde "Chambres maliennes" zum ersten Mal in Paris gezeigt. Es folgte eine Ausstellung in der Tate Modern in London und zur Zeit sind neue Arbeiten in der Ausstellung "Snap Judgments: New Positions in Contemporary African Photography" im ICP International Center of Photography in New York zu sehen.

Fatogoma Silué

Rassemblement de miliciens AbidjanViolence de rue

Fatogoma Silué lebt in Elfenbeinküste, wo er 1964 geboren wurde. Er arbeitet als freischaffender Fotograf für verschiedene afrikanische Zeitungen und ist oft auch ohne Auftrag unterwegs. Die von ihm gezeigten Bilder reflektieren die von Gewalt und Gegengewalt gekennzeichnete Situation, die zur Zeit in Elfenbeinküste herrscht.

Calvin Dondo

RoundersJason Moyo street March

Calvin Dondo, 1963 in Simbabwe geboren, studierte bis 1988 Fotografie am Harare Polytechnic und arbeitet als freier Fotograf für Agenturen und Zeitschriften. Fotografie ist für ihn ein Mittel, Geschichte schlüssig zu erklären. In seinen aktuellen Bildern, die auf seinen zahlreichen Reisen entstehen, beschäftigt er sich mit der Bedeutung von Zeit als gesellschaftlichem Phänomen. Darüber hinaus gibt er in Workshops sein fotografisches Wissen an Kinder und Jugendliche weiter und kuratiert Ausstellungen mit zeitgenössischer Fotografie aus Simbabwe.

Zwelethu Mthethwa

Maidens #17Maidens #20

Zwelethu Mthethwa, 1960 in Südafrika geboren, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Kapstadt und an der Technischen Hochschule in Rochester. Von 1994 - 2000 unterrichtete er an der Michaelis School of Fine Arts in Kapstadt. Durch seine Township-Fotografien wurde Mthethwa international bekannt. Seine Bilder werden weltweit gezeigt: Translations/Seduction/Displacement, White Box, New York, Museum Ludwig, Köln, 2000, Architecture, Apartheid and After, Niederländisches Institut für Architektur, Rotterdam, 1998-1999, Haus der Kulturen der Welt, Berlin 1999. Mthethwa erhielt zahlreiche Preise für sein Werk und lebt in Kapstadt.

Zaynab Toyosi Odunsi

Varieties babyRuns girls 3

Zaynab Toyosi Odunsi, geboren 1975 in Nigeria, ist Mitglied des 2001 gegründeten nigerianischen Fotografenkollektivs DOF (Depth of Field), das zur Zeit aus sechs Mitgliedern besteht. Die Fotografinnen und Fotografen fotografieren selbstgewählte dokumentarische Themen und diskutieren gemeinsam die Ergebnisse. In den vergangenen Jahren waren Arbeiten der Gruppe DOF in Europa und Amerika zu sehen. In ihren neuen Arbeiten verwendet Zaynab Toyosi Odunsi ausschließlich das bunte Kunstlicht der Neonröhren und Leuchtreklamen, um das nächtliche Lagos der Jugend zu thematisieren: Konzerte, Bars, Billard Saloons, Bushaltestellen.

Kokomyin-Mbowango Maboke

Bisengo ya mayiNasala lisusu boni

Kokomyini-Mbowango Maboke, 1969 in der Republik Kongo geboren, hat Geschichte studiert, als Fotograf ist er Autodidakt. Die überwiegenden seiner Motive findet er am Kongo und in den kleinen Vororten von Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo. Seit langem ist die gesamte Region von Bürgerkriegen schwer gezeichnet. Am Fluss und in den kleinen Dörfern leben viele Flüchtlinge und wird Handel getrieben. Hier zeigt sich der andere Kongo. In seinen komplexen Fotografien thematisiert Kokomyini-Mbowonga Maboke diese Randbezirke als Landschaft und alltäglichen Lebensraum.

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Auf dieser Seite kommen 2 Begriffe vor, die im Wörterbuch in leichter Sprache erklärt werden. Das sind die Begriffe: Medien, Workshop.