Literarisch frühstücken mit Heinz Florian Oertel

    Informationen zur Veranstaltung

    Datum:14.05.2008
    Zeit:Beginn 10:00 Uhr
    Ort:Bibliothek Mark Twain, Foyer
    Zusatzinformation:Eintritt frei, vorherige Anmeldung erwünscht

    Beschreibung

    Bucheinband Gott sei Dank – Schluss mit der Schwatzgesellschaft

    Der populäre Sportjournalist Heinz Florian Oertel ist innerhalb der Lesereihe „Das literarische Frühstück“ in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain zu Gast. Er wird aus seinem letzten Roman „Gott sei Dank“ – Schluss mit der Schwatzgesellschaft lesen.

    Als öffentliche Antwort auf Peter Hahnes Buch „Schluss mit lustig“ zeigt Heinz Florian Oertel nach über 80 Lebensjahren seinen Blick auf die Welt und Heutiges. Sein Buch ist eine Art fiktiver Ferndialog mit dem ZDF-Journalisten und dessen Forderung: Zurück zu Gott, zur Bibel und zu alten Werten!

    Heinz Florian Oertel fragt nach. Was muss sich, was müssen wir wirklich ändern, damit sich etwas ändert in dieser höchst änderungsbedürftigen Welt. Und er gibt Antworten. Wie Hahne… Aber ganz andere…..

    Leseprobe aus "Gott sei Dank"

    Erschreckend oder aufschreckend, ein schlechtes Zeichen, wenn NEIN das allererste von Tausenden Wörtern eines Buch ist? Nein. Dieses Nein ist harmlos. Es meint nur: Legen Sie, geschätzter Fastleser, dieses Buch nach flüchtigem Kontaktblättern nicht sofort zurück ins Regal. Ihr Eindruck stimmt, hier erwartet Sie kein Sportbuch. Es geht nicht um Fußballfreuden und Fußballärger, um Pirouetten und Knockouts. Dennoch, Sport ist immer dabei. Mitgedacht, mitgemeint. Denn Sport ist Teil unserer Gesellschaft, und so, wie die Gesellschaft ist, ist der Sport. Nicht besser, nicht schlechter. Da, wo gelogen und betrogen wird, wo sich (fast) alles selbstmörderisch im Geldkreisel dreht, kann Sport keine Insel der Träumer und Seligen sein. Darum gehts auf den nächsten Seiten...

    Zur Person

    Heinz Florian Oertel, Sportreporter-Legende und Autor, wurde 1927 in Cottbus geboren. Als Jugendlicher war er selbst im Fußball und in der Leichtathletik aktiv, zeigte aber auch besondere Stärken als Rezitator. Ab 1946 war er als Schauspieler und Regieassistent am Cottbusser Theater tätig. Nach einer Kurzausbildung zum Lehrer für Deutsch und Sport arbeitete er ab 1949 beim DDR-Hörfunk und ab 1955 beim DDR-Fernsehen. Er berichtete 17 Mal von den Olympischen Spielen, von 17 Friedensfahrten, 25 Eiskunstlauf-EM und WM, um nur einige zu nennen. Er war der Erfinder und Moderator zahlreicher Sendereihen für Funk und Fernsehen. 40 Jahre lang arbeitete er als Kolumnist für die „Lausitzer Rundschau“ und 25 Jahre für die „Berliner Zeitung. Heinz-Florian Oertel moderierte Fernsehsendungen wie "Ein Kessel Buntes" und 25 Jahre lang im Berliner Rundfunk "Sonntagmorgen in Spree-Athen". 17 Mal wurde er zum DDR-Fernsehliebling des Jahres gewählt. Am 31. Dezember 1991 las Oertel zum letzten Mal die Sportnachrichten. Er unterrichtete als Rhetorik-Dozent an der Freien Universität Berlin und war Lehrbeauftragter an der Göttinger Universität für Sport- und Publizistikstudenten.

    Heinz Florian Oertel erfreut sich bis heute großer Popularität durch sein ausgeprägtes Fach- und Detailwissen und den Stil seiner Berichterstattung. Noch immer mischt er sich aktiv ein. Hören wir also, was er zu sagen hat!

    Zur Erinnerung an einige Kommentare von Heinz Florian Oertel zitieren wir aus der Sendung des mdr "Sport im Osten" vom 09.12.2007.

    Friedensfahrt 1955 - Gustav-Adolf Schur

    mdr Sport im Osten 09.12.2007

    Fussball Weltmeisterschaft 1974 - Begegnung BRD - DDR, Tor Jürgen Sparwasser

    mdr Sport im Osten 09.12.2007

    Marathon-Olympiasieg Waldemar Cierpinski Moskau 1980

    mdr Sport im Osten 09.12.2007

    Hörproben aus der CD "Heinz Florian Oertel - Reportagen"

    Olympische Spiele 1960 in Rom - Vierermannschaftsradrennen

    Olympische Spiele 1964 in Tokio - 100-Meter-Lauf

    Andere über Oertel

    Was Oertel als Reporter unverwechselbar machte, war seine Gabe, "Bilder im Kopf des Zuhörers" zu malen.

    MDR

    Mit seiner bilderreichen, unverwechselbaren Sprache zog Heinz Florian Oertel die Zuhörer und Zuschauer über vier Jahrzehnte in seinen Bann. Viele seiner Reportagen und Interviews sind legendär.

    Märkische Allgemeine

    Der Aufstieg des DDR-Sports war untrennbar mit dem wortgewaltigen Reporter verbunden.

    Berliner Zeitung

    Ein Mann, der mehr als eine Legende ist.

    Klaus Wilke, Lausitzer Rundschau

    Zwischen Täve und Waldemar Heinz Florian Oertel, die populärste Reporterstimme der DDR.

    11.12.2007 Märkische Allgemeine

    In der Stadtbibliothek Berlin Marzahn-Hellersdorf ausleihbar


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