Hätten wir doch Flügel
Informationen zur Veranstaltung
| Datum: | 23.04.2008 |
| Zeit: | Beginn 10:00 Uhr |
| Ort: | Bibliothek Mark Twain, Foyer |
| Zusatzinformation: | Eintritt frei |
Beschreibung
Zum UNESCO Welttag des Buches präsentiert die Lesereihe "Das literarische Frühstück" eine Lesung mit Hans Döring aus seinem Buch "Hätten wir doch Flügel", Toulouse - Berlin, Eine Ehe in Briefen 1944-1947.
Hans Döring lebt, liest und schreibt in Berlin Mahlsdorf.
Der gebürtige Berliner studierte Pädagogik, Musik und Sonderpädagogik.
Er hatte Lehraufträge an der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität Berlin.
Sein Buch ist ein bewegendes Dokument der Zeitgeschichte und das seiner Eltern.
Ende Juli 1944 kehrt Martha nach einem sechswöchigen Fußmarsch mit ihren zwei kleinen Kindern aus der Evakuierung kommend ins zerstörte Berlin zurück. Ihre Wohnung in Berlin Lichtenberg ist ausgebombt. Gemeinsam mit ihrer Freundin bringt sie sich und die Kinder recht und schlecht über die Runden.
Ihr Ehemann Werner gerät kurz vor Kriegsende in französische Gefangenschaft. Weil es noch keinen regelmäßigen Postverkehr gibt, und weil sie zunächst nicht voneinander wissen, ob und wo der jeweils andere lebt, entsteht ein Briefwechsel auf amtlichen Formularen. Dieser Briefwechsel umfasst am Ende 280 Briefe.
Der Briefwechsel lässt sowohl die Lebenssituation im Nachkriegs- Berlin als auch den Informationshunger in der Gefangenschaft durchscheinen. Der Blick auf die alltäglichen Sorgen der Briefeschreiber, ihre Nöte und Ängste erscheinen oft liebevoll geschönt. Zwischen den Worten verstecken sich Familiengeheimnisse, die selbst nach seiner glücklichen Heimkehr im Oktober 1947 bewahrt wurden.

