Gott sei Dank. Schluß mit der Schwatzgesellschaft

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Einband Gott sei Dank. Schluß mit der Schwatzgesellschaft
Titel: Gott sei Dank. Schluß mit der Schwatzgesellschaft
Autor: Heinz-Florian Oertel
Verlag: Das Neue Berlin
Edition: Gebundene Ausgabe
erschienen: 01.02.2007
ISBN: 9783360012975
Preis: 9,90 EUR
 

Beschreibung

Als öffentliche Antwort auf Peter Hahnes Buch „Schluss mit lustig“ zeigt Heinz Florian Oertel nach über 80 Lebensjahren seinen Blick auf die Welt und Heutiges. Sein Buch ist eine Art fiktiver Ferndialog mit dem ZDF-Journalisten und dessen Forderung: Zurück zu Gott, zur Bibel und zu alten Werten!

Heinz Florian Oertel fragt nach. Was muss sich, was müssen wir wirklich ändern, damit sich etwas ändert in dieser höchst änderungsbedürftigen Welt. Und er gibt Antworten. Wie Hahne… Aber ganz andere…..

Leseprobe aus "Gott sei Dank"

Erschreckend oder aufschreckend, ein schlechtes Zeichen, wenn NEIN das allererste von Tausenden Wörtern eines Buch ist? Nein. Dieses Nein ist harmlos. Es meint nur: Legen Sie, geschätzter Fastleser, dieses Buch nach flüchtigem Kontaktblättern nicht sofort zurück ins Regal. Ihr Eindruck stimmt, hier erwartet Sie kein Sportbuch. Es geht nicht um Fußballfreuden und Fußballärger, um Pirouetten und Knockouts. Dennoch, Sport ist immer dabei. Mitgedacht, mitgemeint. Denn Sport ist Teil unserer Gesellschaft, und so, wie die Gesellschaft ist, ist der Sport. Nicht besser, nicht schlechter. Da, wo gelogen und betrogen wird, wo sich (fast) alles selbstmörderisch im Geldkreisel dreht, kann Sport keine Insel der Träumer und Seligen sein. Darum gehts auf den nächsten Seiten...

Zur Person

Heinz Florian Oertel, Sportreporter-Legende und Autor, wurde 1927 in Cottbus geboren. Als Jugendlicher war er selbst im Fußball und in der Leichtathletik aktiv, zeigte aber auch besondere Stärken als Rezitator. Ab 1946 war er als Schauspieler und Regieassistent am Cottbusser Theater tätig. Nach einer Kurzausbildung zum Lehrer für Deutsch und Sport arbeitete er ab 1949 beim DDR-Hörfunk und ab 1955 beim DDR-Fernsehen. Er berichtete 17 Mal von den Olympischen Spielen, von 17 Friedensfahrten, 25 Eiskunstlauf-EM und WM, um nur einige zu nennen. Er war der Erfinder und Moderator zahlreicher Sendereihen für Funk und Fernsehen. 40 Jahre lang arbeitete er als Kolumnist für die „Lausitzer Rundschau“ und 25 Jahre für die „Berliner Zeitung. Heinz-Florian Oertel moderierte Fernsehsendungen wie "Ein Kessel Buntes" und 25 Jahre lang im Berliner Rundfunk "Sonntagmorgen in Spree-Athen". 17 Mal wurde er zum DDR-Fernsehliebling des Jahres gewählt. Am 31. Dezember 1991 las Oertel zum letzten Mal die Sportnachrichten. Er unterrichtete als Rhetorik-Dozent an der Freien Universität Berlin und war Lehrbeauftragter an der Göttinger Universität für Sport- und Publizistikstudenten.

Heinz Florian Oertel erfreut sich bis heute großer Popularität durch sein ausgeprägtes Fach- und Detailwissen und den Stil seiner Berichterstattung. Noch immer mischt er sich aktiv ein. Hören wir also, was er zu sagen hat!

Zur Erinnerung an einige Kommentare von Heinz Florian Oertel zitieren wir aus der Sendung des mdr "Sport im Osten" vom 09.12.2007.

Friedensfahrt 1955 - Gustav-Adolf Schur

mdr Sport im Osten 09.12.2007

Oertel: "Der erste große Schrei steigt vom Himmel. Ein Tornado von Beifall endeckt Gustav Adolf Schur. Endlich, endlich hat es Gustaf Adof Schur geschafft. Wir haben gewonnen. Jetzt sind wir glücklich. Jetzt sind wir so glücklich."

Fussball Weltmeisterschaft 1974 - Begegnung BRD - DDR, Tor Jürgen Sparwasser

mdr Sport im Osten 09.12.2007

Oertel: "Ohne Fehl und Tadel, bis hierher. Hoffentlich kann ich das auch, können wir das alle gemeinsam, liebe Zuschauer, nach 90 Minuten sagen. Sparwasser, Sparwasser! Und? Tor! Jürgen Sparwasser aus Magdeburg! Hier schauen Sie, unsere Touristen und unsere Spieler."

Marathon-Olympiasieg Waldemar Cierpinski Moskau 1980

mdr Sport im Osten 09.12.2007

Oertel: "Was hat dieser Mann geleistet, der Sieger von Montreal auf dem Siegerkurs von Moskau, ... Halles Waldemar Cierpinski. Liebe junge Väter oder vielleicht angehende, haben Sie Mut. Nennen Sie ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar, Waldemar ist da!"

Hörproben aus der CD "Heinz Florian Oertel - Reportagen"

Olympische Spiele 1960 in Rom - Vierermannschaftsradrennen

Audio Hilfe und Information.

Oertel: "Große Nervosität, großer Bammel vor der unbarmherzigen Hitze, und nun, wo es gegen Mittag zugeht, da sitzen sie hier auf der Radioreporterkabine unter diesem bunten Völkchen der Korrespondenten und wir sind alle einer hübschen, leichten Macke nahe, denn 40 Grad fast im Schatten, 50 Grad ungefähr auf dem Asphaltband der Straße, in der Sonne. Wer soll das da aushalten? Wir sitzen hier mit Strohhüten wie auf einer spanischen Hazienda vielleicht, aber was sollen erst die Fahrer sagen, dort draußen auf der Straße!"

Olympische Spiele 1964 in Tokio - 100-Meter-Lauf

Audio Hilfe und Information.

Oertel: "Ganz rechts steht also der Mann aus Jacksonville, der rasende Schaukelstuhl. Ein Schwergewicht mit Düsenantrieb. 1,87 m groß. 90 kg schleppt er von den 0 cm bis zum hundertsten Meter in das Ziel. Aber wie, aber wie. Ganz rechts steht er. Ganz lässig die Arme noch in den Hüften."

Andere über Oertel

Was Oertel als Reporter unverwechselbar machte, war seine Gabe, "Bilder im Kopf des Zuhörers" zu malen.

MDR

Mit seiner bilderreichen, unverwechselbaren Sprache zog Heinz Florian Oertel die Zuhörer und Zuschauer über vier Jahrzehnte in seinen Bann. Viele seiner Reportagen und Interviews sind legendär.

Märkische Allgemeine

Der Aufstieg des DDR-Sports war untrennbar mit dem wortgewaltigen Reporter verbunden.

Berliner Zeitung

Ein Mann, der mehr als eine Legende ist.

Klaus Wilke, Lausitzer Rundschau

Zwischen Täve und Waldemar Heinz Florian Oertel, die populärste Reporterstimme der DDR.

11.12.2007 Märkische Allgemeine

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