Fred, das sprechende Schnitzel

geschrieben von Benjamin

Es war einmal ein Schwein im Fleischerhaus,
das wurde der Schnitzelindustrie vermacht@.
Hand rein, Gedärme raus.
Und dann wurde es geschlachtet.

Das Blut spritzte nach links und recht(s).
Dann wurde das Fleisch gesäube(r)t.
Blöderweise weiss ich nicht das Geschlecht,
aber ich nenne es einfach mal...Fred.

Fred, wer war das denn jetzt genau?
Das wisst ihr nicht?
Oh,wie schade...Ich sage es euch: Fred, das war eine geile Sau!
Gebraten.Mit Panade.

Im wahrsten Sinne des Wortes war Fred bald geliefert
und lag bei Piep! im Kühlregal.
Dort sinnierte er bis morgens über einen Reim auf geliefert,
doch zum Schluss war ihm das ziemlich egal.

Denn um 8:00 öffnete der Piep! seine Pforten
und die Kunden strömten hinein.
Doch dort zwischen gammligem Fisch und ekligen Tortenlag Fred,
das verarbeitete Schwein.

Ein alter Mann nahm sich gerade eine Flasche Met.
Daneben
lag das Schnitzel Fred
und fing auf einmal an zu reden:

"Hallo,ich wünsche ihnen einen guten Tag,
könnten sie mich bitte mitnehmen?
Das wäre sehr schön, denn ich mag
nicht länger bei Piep! im Kühlregal leben."

Der Opa konnte nicht glauben was er hörte und sah
und dachte, er wäre ein bisschen dumm.
(Was vielleicht auch so war.)
Trotzdem lief er kreischend herum:

"AAAAAHH! Hilfe! Das Schnitzel spricht!"
Alle sahen ihn verdutzt an.
"NEIN! Ich glaube es nicht!"
brüllte der inzwischen wie auf Drogen wirkende Mann.

Der ganze Piep! geriet in Panik.
Alle schrien, das Chaos war groß.
"Ein sprechendes Schnitzel!" "Ick
gloob dis nich!" "Was ist los?"
Bald erschien die Polizei,
samt Piep!,Piep! und Piep! Verlag.
Fred sah alles mit an und dachte sich dabei:
"Was soll das? Ich habe doch bloß "Hallo!" gesagt."

Die Bullen hatten den Laden bald geräumtund riefen:
"Komm schon, Schnitzel, sprich von selbst!"
Doch Fred sinnierte nur ganz verträumt:
"Man reimt auf keinen Fall ein Wort auf sich selbst."

Das hatte die Polizei zu Fred geführt.
Er wurde genommen,
gefesselt, genommen, abgeführt
und in Gewahrsam genommen.

Zum Glück der Medien geriet der Fall Fred in die Öffentlichkeit.
Schnitzel-Sondersendungen brachten Quoten. Und zwar satte.
Und Galileo Mystery fand,mit großer Sicherheit,
heraus, was Fred mit den Illuminaten zu tun hatte:

Nichts. Aber das ist ein anderes Thema.
Fred war ein Star. Ihm wurde in den nicht vorhandenen Arsch gekrochen.
Doch wie bei vielen Stars verlief es nach dem selben Schema:
Fred hier, Fred da. Doch nach drei Wochen

interessierte sich keine Sau und auch kein Mensch mehr für Fred.
Mangels Mund wollte er es auch nicht ins Piep!camp schaffen.
Nein, für das sprechende Schnitzel war es zu spät.
Er hatte die Medienwelt einfach verschlafen.

Naja, er hatte immer noch seine Luxusvilla.
Doch auch dort wurden die Zeiten härter.
Er wurde immer einsamer und stiller.
Nur nachts träumte er von der sprechenden Bockwurst Berta.

Eines Tages kam ihn Benjamin besuchen.
Tja, Schnitzel müssen zusammenhalten.
Er lud das Schnitzel ein,zu Kaffee und Kuchen.
Doch auf einmal nahm er sich ein Messer und begann Fred zu zerspalten.

"Nein!" schrie Fred, "Nei..."
Doch Benjamin dachte nur:"Mmmh. Lecker Schnitzel. Meins!"
Er aß Fred komplett auf und dachte sich nichts dabei.
Danach guckte er fern.Satt 1.

Und die Moral aus dieser Geschicht,
voller Freundschaft, Liebe, Heldentum und Mut?
Sprechende Schnitzel gibt es nicht.
Aber wenn es sie gibt, schmecken sie gut.

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